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* Schritt für Schritt zu einer neuen Stromnetzstruktur

21. Januar 2026

Wie Trafostationen, Kabel und Verteilkabinen in Steinhausen zusammenspielen

Wenn Elektroautos laden, Wärmepumpen laufen und Solarstrom produziert wird, muss das Stromnetz zuverlässig funktionieren. Damit das auch in Zukunft so bleibt, passt die Wasser- und Elektrizitätswerk Steinhausen AG das Stromnetz laufend an neue Anforderungen an.

So kommt der Strom nach Steinhausen
Der Strom wird über das übergeordnete Stromnetz in die Region gebracht. Ab dem Unterwerk Altgass in Baar gelangt er nach Steinhausen. Von dort aus verteilt die Wasser- und Elektrizitätswerk Steinhausen AG den Strom durch das ganze Dorf bis zu Haushalten und Betrieben.

Warum das Stromnetz heute mehr leisten muss
Früher floss Strom fast nur in eine Richtung - vom Netz zu den Haushalten. Heute ist das anders. Photovoltaikanlagen produzieren Strom, während Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge gleichzeitig deutlich mehr Energie benötigen. Das bedeutet: Im gleichen Netz wird zeitweise viel Strom bezogen und zu anderen Zeiten wieder eingespeist. Diese Veränderungen stellen neue Anforderungen an das Stromnetz.

Neue Struktur statt nur neue Leitungen
Um diese Anforderungen zu bewältigen, werden bei Sanierungen nicht nur alte Leitungen ersetzt. Das Stromnetz wird gezielt neu aufgebaut, damit Strom stabiler verteilt werden kann. Gebäude werden heute direkt ab Transformatorenstationen oder über nahegelegene Verteilkabinen versorgt - nicht mehr über lange Stammkabel. So lassen sich Leistungsspitzen besser abfangen und Rücklieferungen aus Photovoltaikanlagen zuverlässig aufnehmen.
Viele Teile des Netzes stammen noch aus den 1960er- und 1970er-Jahren und haben ihre Lebensdauer erreicht. Sie werden im Rahmen von Bauprojekten erneuert, zum Beispiel momentan an der Grabenackerstrasse oder in den letzten Jahren am Matten- und Keltenweg. Dabei wird das Netz für die kommenden 40 Jahre fit gemacht.

Transformatorenstationen: das Herz der Versorgung
In Steinhausen betreibt die Wasser- und Elektrizitätswerk Steinhausen AG rund 30 Transformatorenstationen. Sie befinden sich teils sichtbar im Quartier, teils in Gebäuden oder Tiefgaragen, und versorgen ganze Wohnquartiere sowie Industriegebiete mit Strom. Die Lebensdauer solcher Anlagen beträgt rund 40 Jahre. Deshalb wird im Durchschnitt eine Trafostation pro Jahr saniert oder erneuert. Wo nötig, werden die Anlagen dabei leistungsfähiger ausgelegt, damit sie den künftigen Anforderungen gewachsen sind.

Verteilkabinen im Quartier
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Stromnetzes sind die Verteilkabinen. In Steinhausen stehen rund 120 dieser grauen Betonboxen in Quartieren oder am Strassenrand. Von hier aus wird der Strom sternförmig zu den einzelnen Gebäuden verteilt. Auch wenn sie unscheinbar wirken, sind sie entscheidend für eine stabile und flexible Stromversorgung.

Auch das gehört zur Stromversorgung
Zur Stromversorgung gehört nicht nur der Bau neuer Anlagen. Trafostationen und Verteilkabinen werden regelmässig kontrolliert, gewartet und gereinigt. In diesem Frühling werden auch verschmutzte oder versprayte Verteilkabinen gereinigt, die teilweise als Leinwand für Sprayereien genutzt wurden.

Wenn Ihnen eine solche Kabine auffällt, können Sie uns dies gerne melden – per Telefon oder am besten per E-Mail mit Foto an contact@west-steinhausen.ch.

Bild einer Verteilkabine
Versprayte Verteilkabine an der Hochwachstrasse im Eigentum der Wasser- und Elektrizitätswerk Steinhausen AG, erkennbar am Bezeichnungsschild.